Entwicklung und Gestaltung des Silbersees

Legende und Erläuterungen zur Plan-Konzeption der BISS vom 15.09.2003

Wandel, 15.09.2003

Das Konzept der BISS für den Silbersee sieht eine feingliedrige Differenzierung der verschiedenen Nutzungsarten vor. Dabei wird davon ausgegangen, dass insbesondere die nur wenig genutzten Badebereiche einerseits zunehmend bewachsen und andererseits – wegen der Kleinräumigkeit und der naturnahen Gestaltung - auch dem Naturschutz zur Verfügung stehen. Von der Uferlinie, von rund 7800 m sind ca. 1300 m (17 %) für das Baden vorgesehen.

Verbesserungen der Bademöglichkeiten sollten nur sukzessive vorgenommen werden, um nicht einen Besucheransturm herbeizuführen, der das Gebiet überlasten würde.

Auch sollten in der Regel Bademöglichkeiten z. B. durch Sandanschüttungen nur dort verbessert werden, wo der Zuweg nicht allzu weit am See entlang führt. So z. B. südlich vom Trockensandwerk und im Bereich des rund 350 m langen Badestrands im Südwesten des Sees.

Im Badebereich im Südwesten sollten einige große Bäume gefällt oder im Kronenbereich beschnitten werden.

Teilweise kann es ratsam sein den Weg entlang des Südufers um etwa 5 m nach Süden zu verlagern. Dies ist in 3 Bereichen möglich, ohne dass Bäume gefällt werden müssen. Durch diese Maßnahme würde der Uferbereich vergrößert. Davon profitiert das ökologische Potenzial des Seeufers aber (auch im Bereich des alten Steinkiosk) der Badebereich.

Bänke aus Baumstämmen können an einigen Stellen zum Ausruhen rund um den See aufgestellt werden.

Die Abfallentsorgung ist rund um den See zu deutlich besser als bisher zu organisieren!

Die Entwicklung der Seeufer hinsichtlich der ökologischen Wertigkeit sollte beobachtet werden. Dies gilt Insbesondere für die Uferbereiche, die aufgewertet oder beruhigt wurden. Von Interesse ist die Veränderung gegenüber den Bereichen, die der Naherholungsnutzung im bisher üblichem Umfang überlassen wurden.

Alle Maßnahmen sind mit relativ geringen Finanzmitteln durchzuführen.

Zur Finanzierung des für die Halbinsel Scharrau angedachte Rheinauenmuseum (Kauf oder Pacht des Grundstücks und der Gebäude sowie zur Gestaltung des Museums selbst) wurde eine Anfrage an eine große Stiftung eingereicht mit der Bitte die Finanzierungsmöglichkeiten zu prüfen.

Zu den Ziffern im Plan-Entwurf

  1. Aufwertungsgebiet für Arten- und Biotopschutz: Flachwassergebiet im Ochsenlachensee. 0 bis 1,5 m; Substrat magere Sande und Kies

  2. Aufwertungsgebiet für Arten- und Biotopschutz: Gehölze am südlichen und nördlichen Rand, Wiese und Verbindungsgraben im Zentrum. Der Graben kann zeitweise Wasser führen.

  3. Aufwertungsgebiet für Arten- und Biotopschutz: Flachwassergebiet im südwestlichen Uferbereich. Der Uferweg kann stellenweise etwa 5 Meter nach Süden verlegt werden. Substrat magere Sande und Kiese (z. B. Abfallsande der Firma Willersinn). Wassertiefe ab Mittelwasserstand 0,5 bis 1,25 m.
    Entwicklungspotenzial für Schilf, Rohrkolben, Schwimmblattpflanzen, Wasserpflanzen.
    Bei der Gestaltung ist darauf zu achten, dass die sämtliche Sandanschüttungen auch bei Niederwasserstand von Wasser bedeckt sind, damit keine Badegäste angelockt werden.

  4. Sperre für Boote aller Art (durch Information) in den Monaten November bis Februar) zwecks Vogelschutz.

  5. Aufwertungsgebiet für Baden und Sport: Durch Anschüttung von Abfallsanden wird eine Sandfläche und ein Sandstrand geschaffen. Ein schützenswertes Gebiet wird weder bei der Nutzung noch bei der Zuwegung nachteilig beeinflusst. Denkbar ist die Anlage eines Beachvolleyball-Feldes.

  6. Lärmschutzwall aus Erde entlang der B9. Gegen die B9 mit Büschen bepflanzt. Auf der Seeseite im Wechsel Erde und Sande. Der Sukzession überlassen.

  7. Amphibiengraben: Mit dem Graben hinter einem bestehenden kleinen Damm und vor dem Zaun wird einerseits die Sandfläche ökologische aufgewertet. Anderseits wird der sandige Aushub benötigt um die angrenzenden Ufer mit einem ca. 1 bis 2 m breiten Sandufer anzuschütten.

  8. Rückbau des Trockensandwerks sobald ein neues Werk in der Bonnau in Betrieb ist.

  9. Einrichten eines Rheinauenmuseums (Anmieten oder Kauf der Wohngebäude und Teile der Stallungen). Teile der Gebäude stehen den Wassersportvereinen zum Unterstellen der Boote, das Herrenhaus weiterhin der Firma Willersinn zur Verfügung.

  10. Beobachtungsturm und Schutzhütte